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Kapitalanlage

Immobilie als Kapitalanlage: So rechnest du, ob sie sich lohnt

Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage, im Vordergrund Taschenrechner, Hausschlüssel und Grundriss

Ob sich eine Immobilie als Kapitalanlage lohnt, entscheidet nicht das Bauchgefühl, sondern eine einfache Rechnung. Die drei wichtigsten Kennzahlen sind Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Kaufpreisfaktor. Mit dem Rechner unten prüfst du jedes Angebot in einer Minute. Darunter erklären wir, worauf es bei Nebenkosten, Finanzierung und Steuern ankommt.

Die drei Kennzahlen, die du kennen musst

  • Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100. Schneller erster Vergleichswert.
  • Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) ÷ (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten) × 100. Die ehrlichere Zahl.
  • Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Er sagt, wie viele Jahresmieten du für die Immobilie bezahlst.

Ein Beispiel: Eine Wohnung kostet 300.000 Euro und bringt 1.000 Euro Kaltmiete im Monat. Die Bruttomietrendite liegt bei 4,0 Prozent, der Kaufpreisfaktor bei 25. Mit 7 Prozent Nebenkosten und 150 Euro nicht umlagefähigen Kosten im Monat bleibt eine Nettomietrendite von rund 3,2 Prozent.

Rendite-Rechner für deine Kapitalanlage

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Kaufpreisfaktor0

Vereinfachte Rechnung ohne Finanzierung, Steuern und Mietausfall. Nicht umlagefähig sind zum Beispiel Verwaltung und Instandhaltungsrücklage.

Welche Werte sind gut?

Pauschale Grenzen gibt es nicht, weil Lage und Zustand den Preis bestimmen. Als grobe Orientierung gilt: Ein Kaufpreisfaktor unter 20 ist oft günstig, über 25 eher teuer. In gefragten Städten sind niedrigere Renditen üblich, dafür ist dort die Nachfrage nach Mietwohnungen stabil. In ländlichen Lagen ist die Rendite oft höher, das Leerstandsrisiko aber auch.

Kaufnebenkosten in Baden-Württemberg

PostenHöhe
Grunderwerbsteuer5,0 % des Kaufpreises
Notar und Grundbuchrund 1,5 bis 2 %
Makler (falls beteiligt)häufig bis 3,57 % für den Käufer
Summerund 7 bis 11 %

Die Nebenkosten finanzieren Banken meist nicht mit. Plane sie deshalb aus deinem Eigenkapital ein.

Finanzierung: der Hebel und sein Risiko

Mit einem Kredit kaufst du mehr Immobilie, als dein Eigenkapital allein hergibt. Liegt die Mietrendite über dem Kreditzins, steigt die Rendite auf dein eingesetztes Geld. Liegt sie darunter, zahlst du jeden Monat drauf. Eine Immobilie ganz ohne Eigenkapital ist möglich, aber riskant und bei Banken schwer zu bekommen. Wie wir die passende Bank finden, steht auf unserer Seite Finanzierung.

Gut zu wissen: Mieteinnahmen musst du versteuern, kannst aber Kreditzinsen, Verwaltung, Reparaturen und die Abschreibung des Gebäudes (meist 2 bis 3 Prozent pro Jahr) absetzen. Verkaufst du eine vermietete Immobilie nach mehr als 10 Jahren, ist der Gewinn in der Regel steuerfrei (§ 23 EStG). Lass dir die Details von deiner Steuerberatung bestätigen.

Checkliste vor dem Kauf

  1. Lage: Mietnachfrage, Arbeitgeber, Verkehrsanbindung, Entwicklung der Region.
  2. Miete: Ist die angesetzte Miete marktüblich oder schöngerechnet?
  3. Zustand: Baujahr, Energieeffizienz, anstehende Sanierungen, Höhe der Rücklage.
  4. Rechnung: Nettomietrendite und Kaufpreisfaktor mit dem Rechner prüfen.
  5. Finanzierung: Zins, Tilgung, monatliche Belastung nach Miete.

Fazit

Eine Immobilie lohnt sich als Kapitalanlage, wenn die Zahlen stimmen und du sie langfristig hältst. Rechne immer mit der Nettomietrendite statt mit der Bruttozahl aus dem Exposé. Warum Immobilien als Sachwert grundsätzlich interessant sind, liest du in Immobilie als Investment.

Regional: Immobilien als Kapitalanlage in Bruchsal, Forst & Karlsruhe

Inventor vermittelt geprüfte Anlageimmobilien deutschlandweit und rechnet jedes Objekt mit dir ehrlich durch, persönlich betreut aus Forst bei Bruchsal. Auf Wunsch inklusive kostenfreier, bankenunabhängiger Finanzierung. Mehr auf unserer Seite Immobilien als Kapitalanlage.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage?
Wenn die Nettomietrendite über deinen Finanzierungskosten liegt, die Lage langfristig gefragt ist und du die Immobilie mindestens 10 Jahre halten willst. Dann sind Verkaufsgewinne in der Regel auch steuerfrei.
Wie berechne ich die Rendite einer Immobilie?
Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100. Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite: Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten, geteilt durch Kaufpreis plus Nebenkosten.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Als grobe Orientierung gilt ein Faktor unter 20 oft als günstig und über 25 als eher teuer. In gefragten Städten sind höhere Faktoren üblich.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Baden-Württemberg?
Rund 7 bis 11 Prozent: 5 Prozent Grunderwerbsteuer, etwa 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch und, falls ein Makler beteiligt ist, häufig bis 3,57 Prozent.
Kann ich eine Immobilie ohne Eigenkapital kaufen?
Das ist möglich, aber riskant und bei Banken schwer zu bekommen. Meist sollten mindestens die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital kommen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Alle Preise und Werte sind Richtwerte, Stand Oktober 2026.